Läufer verbinden Europa.
Partnerstadtlauf über ca. 1250 Km von Weilburg nach Kezmarok.
An Alle!!!
...die
im nächsten Jahr (2004) an einem besonders erlebnisreichen
Lauf teilnehmen wollen bzw. diesen miterleben möchten.
Conny und ich (Werner) sind die vorgesehene Strecke für den Lauf von
Eger (Grenze Deutschland–Tschechische Republik) bis Kezmarok
Slowakei teils gelaufen, teils mit dem Auto gefahren.
Es handelt sich um einen Staffellauf, der in Weilburg beginnt. Der
Start, umrahmt mit Musik, ist am 14.05.2004 um 8.30 Uhr am Marktplatz
Weilburg mit Teilnahme von einigen Schulklassen und dem Weilburger
Bürgermeister.
Das Ziel ist, Kezmarok, die Partnerstadt von Weilburg am 22.05.2004 um
16.00 Uhr zu erreichen. Die letzten 5 km werden wir von Läufern
aus Kezmarok und dem Bürgermeister von Kezmarok begleitet.
Anläßlich des Hessentages, der im Jahre 2005 in Weilburg stattfindet, werden
wir (die Staffelläufer) eine Einladung von Bürgermeister
Schick symbolisch dem Bürgermeister von Kezmarok überbringen.
1. Ein paar Infos zur Strecke, die aus 9 Etappen besteht:
1. Etappe
Weilburg- Fulda (wird von Ralf Selle vorbereitet)
4. Etappe Cheb –
Praha / Beroun 162,5
km
2. Etappe
Fulda – Coburg ( wird von Roland Hütsch
vorbereitet)
3. Etappe
Coburg- Cheb/Eger ( hier wird noch eine Person für die
Vorbereitung gesucht)
1. bis 3. Etappe zusammen
400,0 km
5. Etappe Praha -
Pelhrimov
154,6 km
6. Etappe Pelhrimov –Brno / Lipurka
120,0 km
7. Etappe Brno -
Luhacovice
138,0 km
8. Etappe Lahacovice- Dolny Kubin
146,1 km
9. Etappe Dolny Kubin -
Kezmarok
124,5 km
Zusammen 1250,0 km
Die
Strecke besteht zu 90% aus Nebenstrassen. Besonders zum Ende hin
werden wir vorwiegend auf Wander- oder Radwegen in der Hohen Tatra
laufen.
Die Strecke selbst ist sehr hügelig und hat öfters Steigungen
von 12% , einmal sogar von 17%. Auf der letzten Etappe auf der
„Tatranska magistrala“, einem Wanderweg in der Hohen
Tatra (das kleinste Hochgebirge der Welt) führt uns der Weg bis
auf 1200m Höhe. Ab 1400m Höhe hat sogar Schnee gelegen. Die
höchsten Berge, die wir sahen, waren 2600m hoch.
Die Strassen sind wenig befahren, selbst auf Hauptstrassen befindet sich
im Vergleich zu Deutschland wenig Verkehr. In den Städten selbst
hat man viel Platz, d. h., man kann überall mit dem PKW
anhalten, um sich zu orientieren. Die Menschen sind sehr hilfsbereit
und viele sprechen sogar Deutsch.
Wir haben es zweimal erlebt, dass sich Einheimische, die wir nach dem Weg
gefragt haben, in ihr Auto gesetzt haben und vorgefahren sind, um uns
den Weg zu zeigen.
Die genaue Wegbeschreibung der einzelnen Etappen wird ausgearbeitet und
mit Landkarte kopiert. Die Läufer erhalten dann die
entsprechende Beschreibung zu ihrer Verfügung.
Jede Etappe wird in drei Abschnitte von jeweils ca. 40 bis 50 km
aufgeteilt. Jeder Abschnitt wird von einer Gruppe von 5 bis 7 Läufern
übernommen (d. h. im Klartext, für eine Etappe benötigen
wir etwa 20 Läufer). Je nach Läufer und Streckenprofil
beträgt das Lauftempo zwischen 4 und 7 min. pro km. Da jede
Gruppe nur einen Abschnitt der Tagesetappe läuft, können
die Läufer der beiden anderen Gruppen den Rest des Tages
individuell gestalten.
2. In Kezmarok:
Als
wir in Kezmarok ankamen, waren wir schon von Hr. Hundsdorfer ( Autor
der Partnerstädte Weilburg/Kezmarok) angekündigt und
durch ein Empfehlungsschreiben von unserem Bürgermeister Schick
ganz herzlich empfangen worden.
In Kezmarok waren wir dreimal zu Gast. Einmal empfingen uns Alt-
Bürgermeister Hr. Grahola , der selbst Läufer ist, und auch
der jetzige Bürgermeister. An einem anderen Tag sind wir mit
einer kleinen Abordnung der Stadt zum Essen eingeladen worden. Alle
sind von der Idee des Staffellaufes sehr angetan und möchten uns
am Ende des Laufes auch begleiten und einen entsprechenden Empfang am
Ziel bereiten. Die Läufer sind dann alle in Kezmarok
eingeladen. Man hofft, dass die Läufer noch ein paar Tage
bleiben und an dem Programm teilnehmen können, dass die Stadt
vorbereitet hat.
3. Weitere nützliche Infos:
In beiden Ländern sind das Essen, die Getränke und das Benzin wesentlich billiger als in Deutschland.So kosten z.B.:
0,5l Bier, Cola oder Wasser kosten im Restaurant 0,5 €
Diesel
0,7 €
Übernachtung im Zimmer für 2 Personen mit Frühst. 18 €.
Holz Bungalow 4 Betten n. Ausstattung am Zeltplatz 22-35 €
Wohnmobil und zwei Personen
5-10 €
Zelt und zwei Personen
4-9 €
Abendessen mit Getränke
3-6 €
Bilder von unserer Vor-Tour findet Ihr auf dieser Homepage im Album unter +Album Kezmarok+.
Die
Grenzübergänge werden genau kontrolliert. Wir hatten
allerdings den Fahrzeugschein vergessen. In unserer Not legten wir
dann statt der Autopapiere unsere Versicherungsunterlagen vor. Bis
auf die letzte Grenze hat das auch funktioniert. Dort sprach der
Beamte perfekt deutsch und er verlangte wiederholt den
Fahrzeugschein.
Wir mußten zugeben, den Fahrzeugschein nicht dabei zu haben und
erzählten ihm von unserem Auftrag und zeigten ihm die
Visitenkarte vom Bürgermeister aus Kezmarok. Da hielt er sich
die Augen zu und winkte uns vorbei.
Auf den Wanderwegen war uns das eine oder andere Mal aufgefallen, dass
die kleinen Holzbrücken über den Bächen nicht ganz in
Ordnung waren. Obwohl wir aufgepasst haben, hat es beinah ein Unglück
gegeben. Unser Hund Max wollte einige fehlende Holzlatten
überspringen. Ich reagierte nicht schnell genug, als Max den
Sprung über die Latten nicht schaffte und rückwärts in
den Bach fiel. Da er angeleint war, hätte er sich beinah
aufgehängt. Ich konnte ihn dann doch noch schnell ableinen und
so schlimmeres verhindern.
Während des Laufens oder auch beim Autofahren haben wir viele Hirsche
gesehen.
In Tatranska Lomnica wollten wir bei einem Imker Honig kaufen, doch hier
hatte ein Bär mit zwei Jungen die Honigstöcke zerstört.
In der Region selbst leben noch Tiere, die andernorts längst
ausgestorben sind: Wie
Braunbär, Wolf, Luchs und Auerhahn.
Tipps:
1. Auf Wanderwegen nur mit Landkarte und Routenbeschreibung laufen.
2. Beim Laufen immer etwas Geld mitnehmen.
3. Einige Höflichkeitsworte lernen. Z.B. Danke, Guten Tag, auf Wiedersehen.
4. Auf der Strecke befinden sich immer wieder Sehenswürdigkeiten.
Anfang
nächsten Jahres wird es durch Herrn Dr. Hundsdorfer über
die Stadt Kezmarok und über die Strecke einen Diavortrag und
Bericht für die Läufer mit vielen Tipps und Infos geben.
Außerdem ist Herr Dr. Hundsdorfer bereit, an 2 Abenden , kurz vor dem Beginn
des Laufevents einen Crash Kurs in Slowakisch zu geben.
Zum Schluss noch eins: Möglichst wenig Autos , aber viele Fahrer. Da
ja viele Läufer mit von der Partie sind, die Etappen laufen,
fehlt es die meiste Zeit an Leuten, die die PKW’s von A
nach B bringen.
Also, wenn Ihr noch Fragen habt, meldet euch bei uns....
Conny und Werner